News und Aktuelles

Perspektivenwechsel

Die NetUSE AG ist in der Dr.-Hell Straße auf dem Gelände des Business Campus ansässig. Große Parkplätze und graue Fassaden prägen das Bild, doch Svea Fink, Tochter eines NetUSE Gründers und Studierende an der Muthesius Kunsthochschule, hat einen ganz anderen Blick auf diesen Ort. Die heute 19-jährige teilt in ihrer Arbeit „Dr.-Hell“ ihre ganz persönlichen Erinnerungen und erzeugt dabei ein Spannungsfeld zwischen oberflächlicher Tristesse und dem bunten Treiben hinter der Fassade, alles versehen mit einem Hauch Nostalgie.

Als ich das Gelände der Dr.-Hell Straße nach langer Zeit wieder betrat, stand ich vor einem riesigen tristen Industriegelände, was einen sehr kühlen und berechneten Eindruck auf mich machte. Es wurde sehr schnell deutlich, dass es nur zweckmäßig gebaut wurde und systematisch angelegt wurde und widersprach damit komplett den vielen schönen Kindheitserinnerung, die ich mit dem Ort verband und die Neugierde, die ich als Kind für den Ort entwickelt hatte, immer wenn ich mit meinem Vater dort war.
Diesen Kontrast wollte ich dann in meinem Heft „Dr. Hell“ künstlerisch zum Ausdruck bringen. Ich habe mich dabei auf der Bildseite für eine reduzierte Farbpalette mit Schwarz, Weiß und drei Grautönen entschieden um meine Eindrücke des Geländes visuell wiederzugeben. Aus diesem Grund entschied ich mich auch für eine flächige, rein digitale Herangehensweise, um diese Ästhetik noch einmal zu untermalen. In Kontrast dazu setzte ich dann die vielen Erinnerungen, die ich an diesen Ort hatte, aus meiner damals noch sehr kindlichen Sicht.
Dieses Projekt war für mich ein großes Herzensprojekt, da ich finde, dass Orte wie die Dr.-Hell-Straße schnell abgestempelt werden, als etwas Hässliches oder Trauriges, und es hinter den grauen Fassaden durchaus ganz anders aussehen kann und doch sehr lebendig ist, wenn man einmal genauer hinschaut.

Svea Fink studiert im 1. Semester Kommunikationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule zu Kiel



Dr. Hell_Svea_Fink