Virtualisierung

Virtualisierung, Hardwarevirtualisierung, Softwarevirtualisierung, Paravirtualisierung: Oft tauchen in den IT-Nachrichten diese und Begriffe auf, die von der IT-Industrie in den letzten Jahren haufenweise geboren werden. Viele namhafte Hersteller kämpfen im Moment mit teils vollkommen unterschiedlichen Ansätzen um die Gunst der Anwender. Es gibt kaum Hersteller, sei es Sun, Microsoft oder Novell, die nicht ein entsprechendes Produkt in ihrem Portfolio haben.

Alle diese Lösungen und Produkte haben das gemeinsame Ziel, die vorhandenen Ressourcen der Hardware bestmöglich auszunutzen, um so die Investitionskosten für eine neue Hardware zu sparen. Dabei sind Vorteile der Virtualisierungstechnologien nicht nur die Kosten, die bei dem Anschaffen neuer Rechner gespart werden, sondern auch alle Kosten die bei dem Betrieb dieser Maschinen entfallen. So können die Kosten für Strom, Klimatisierung, Stellplatz und nicht zuletzt Administration schon nach kurzer Zeit die Anschaffungskosten einer Maschine übersteigen.

Welches dabei die beste Lösung ist, die für Ihr Unternehmen und Ihren Anforderungen die maximale Leistung und Sicherheit bietet, ist nicht direkt offensichtlich. Man könnte theoretisch versuchen, die komplette Infrastruktur des Unternehmens auf einen einzigen Rechner abzubilden, was mit Sicherheit möglich wäre. Dabei entsteht aber auch ein "single point of failure", der viele Punkte von der Ausfallsicherheit bis hin zu Sicherheitsproblemen betrifft. Bei der Virtualisierung, egal welchen Lösungsansatz man wählt, werden die virtuellen Systeme von den anderen Systemen auf dem Rechner so abgegrenzt, dass ein Fehler in einem virtuellen Rechner keinen Einfluss auf die anderen Systeme hat. Ein Fehler auf dem Host-System bzw. auf dem Virtualisierungslayer hat jedoch eine direkte Auswirkung auf alle virtuelle Systeme. Die Planung einer Virtualisierungslösung erfordert eine sorgfältige Analyse der Ausgangssituation und Konzeption der virtualisierten Zielsysteme.

Die NetUSE AG konnte in den letzten Jahren im eigenen RZ-Betrieb wie auch bei Kundensystemen viele Erfahrungen mit diversen Virtualisierungslösungen sammeln. So läuft das gesamte Entwicklungs- und Testsystem der NetUSE TKÜV-Suite auf einer einzigen Sun Fire v240 mit Sun Solaris 10. Unter eigenständigen Zonen als virtuelle Instanz von Solaris laufen die diversen Bereiche dieser Lösung wie Cyrus/Sendmail, Courier/Postfix oder auch das Management sowie die eigentliche Entwicklungsinstanz. Bei Bedarf können die Instanzen aktiviert bzw. deaktiviert werden. Neue Instanzen können leicht installiert werden um weitere Dienste testen zu können.

Weiterhin nutzt die NetUSE AG VMWare-Produkte um komplette Linux oder Windows Systeme virtuell abbilden zu können. So laufen bestimmte Windows-Dienste nur noch virtuell auf einer VMWare Instanz in einer friedlichen Koexistenz mit einem RedHat Enterprise Server auf einer Sun Fire v40z; weitere Instanzen mit Suse-Linux, Debian und Solaris warten darauf aktiviert zu werden. Würde man alle diese Szenarien ohne eine Virtualisierungslösung aufbauen, würden wir mindestens zehn eigenständige Rechner benötigt, die dabei jeweils zur 1/10 ausgelastet wären.

Bild einer Serverinfrastruktur mit und ohne Virtualisierungslösung

Gerne helfen wir Ihnen, eine optimale Lösung zu finden, wie Sie Teile Ihrer Infrastruktur virtuell abbilden können, um so auf die Dauer die Kosten zu senken und weitere Investitionen in neue Hardware zu vermeiden. Die Virtualisierung kann in nahezu allen Bereichen des Unternehmens eingesetzt werden. So finden Sie heute virtuelle Systeme genauso in großen Rechenzentren wie auch auf Arbeitsplatzrechnern unserer Mitarbeiter.

Einige unsere Mitarbeiter nutzen als Host-OS Linux, arbeiten jedoch in einer virtuellen Windows-Instanz. Diese Lösung bietet Vorteile, da zwar einerseits Anwendungen oft nur unter Windows laufen, die Sicherheit dieses Betriebsystems aber nicht den besten Ruf besitzt. Diese Lösung schaffte eine zusätzliche Sicherheitsebene für das Gesamtsystem. So kann ein Virus Schaden nur auf dem Gastsystem anrichten, die Daten auf dem Hostsystem bleiben unbeeinträchtigt, und durch das Aufspielen einer älteren Version der Windows-Instanz kann man in Sekundenschnelle wieder unter der gewohnten Umgebung weiter arbeiten.

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