MySQL
MySQL ist mit über 10 Millionen aktiven Installationen weltweit das populärste Open-Source-Datenbankmanagementsystem.
Während die Lösung des schwedischen Herstellers MySQL AB jahrelang bevorzugt für die Verwaltung von Webseiten mit hohem Datenverkehr sowie integrierten Datenbankanwendungen zum Einsatz kam, bietet die aktuelle Version 5.0 neue Funktionalitäten, die den Weg für einen breiter angelegten Einsatz in Unternehmen ebnen.
Dabei spielt auch das weiter verbesserte MySQL Cluster eine wichtige Rolle.
MySQL ist zwar OpenSource, dahinter steht mit MySQL AB jedoch ein gewinnorientiertes Unternehmen, dem alle wichtigen Quellcodes und Patente gehören und das somit den Kunden die maximale Sicherheit ihrer Datenbanklösung gewährleistet.
Mit MySQL Enterprise Server bietet MySQL jetzt eine Version, die neben der reinen Software auch ein Paket aus Dienstleistung und Support für Produktivsysteme beinhaltet. Dabei belaufen sich die Betriebskosten für MySQL Enterprise Server auf lediglich 10-20% derer von proprietären Datenbanklösungen.
Neue Features in MySQL 5.x
Mit den von Entwicklern und Administratoren gleichermaßen herbeigesehnten neuen Features Stored Procedures, Triggers und Views hat MySQL mit der Version 5.0 endgültig den Schritt in die Riege der "richtigen" Datenbanken geschafft, ohne dabei seine Kernkompetenzen im Bereich Performance und Verlässlichkeit einzubüßen.
Stored Procedures sind in der Datenbank gespeicherte Programme. Sie bewirken eine Performance-Steigerung, weil gesteuert weniger Daten über das Netz gehen und erhöhen die Sicherheit insbesondere von über das Internet erreichbaren Webanwendungen.
Wie Stored Procedures ermöglichen auch Trigger eingegebene Daten vor dem Einfügen in die Datenbank zu validieren.
Mit Hilfe von Views können, wie der Name verrät, verschiedene Sichten auf einzelne oder mehrere Tabellen erstellt werden. Dadurch wird es möglich, sicherheitskritische Daten für besonders gefährdete Anwendungen auszublenden.
Hochverfügbarkeit
Anders als die bereits aus frühen Versionen bekannte Replikation bietet der MySQL Cluster Hochverfügbarkeit auch für schreibende Datenbankzugriffe. Typisch für MySQL ist er als modulare Storage Engine realisiert. Der Cluster ist das jüngste Produkt von MySQL und wurde in 5.0 weiter verbessert. Durch parallele Serverarchitektur ohne „Single Point of Failure“ erreicht die Lösung eine Verfügbarkeit von 99,999%.
Außergewöhnlich hohe Performance wird beim Cluster dadurch erreicht, dass die Datenbanken komplett im RAM gehalten und nur zum notwendigen Checkpointing auf die Festplatten geschrieben werden. Nachteil dieses Verfahrens ist der hohe Speicherverbrauch auch für Daten, die selten abgefragt werden. MySQL 5.1 (befindet sich derzeit in der Beta-Phase) wird auch festplattengespeicherte Cluster-Datenbanken ermöglichen.
Die kleinste Cluster-Installation besteht aus drei Maschinen (siehe Abbildung). Dabei sollten zwei etwa gleichwertige Rechner für die Data Nodes verwendet werden. Beide Data Nodes enthalten jeweils die Hälfte der Daten als primäre Partition und die andere Hälfte als Backup-Partition für die Daten der anderen Node. Die dritte Maschine beinhaltet das Cluster Management, dass gleichzeitig für den Cluster als Schiedsrichter (Arbitrator Node) fungiert.
MySQL 6.x
Als Ausblick auf MySQL 6.0 sei die neu entwickelte Falcon Storage Engine genannt. Mit ihr erhält die Software eine von MySQL selbst entwickelte Transaktions -Datenbank mit voller ACID (atomar, konsistent, isoliert, dauerhaft) Kompatibilität.
Falcon befindet sich im Alpha-Stadium, steht der Community aber bereits jetzt zum Härtetest zur Verfügung, was eines der offenen Geheimnisse hinter der in Studien nachgewiesenen sehr hohen Code Qualität ist.
MySQL bei NetUSE
Seit Bestehen der NetUSE (damals noch Kommunikationstechnologie GmbH) arbeiten unsere Entwickler mit MySQL. Die Datenbank liegt z. B. den NetUSE-Produkten Domainmanager , SSH-Keymanager sowie der NetUSE-eigenen Kundendatenbank zugrunde.
Die NetUSE LogSuite ist eine Log-Auswertungssoftware für die Check Point VPN-1 Firewall, die besonders auf die hohe Performance ihres Datenbank-Backends für schreibende Zugriffe angewiesen ist. In nahezu Echtzeit gelangen ca. 1 GB Logvolumen täglich zur weiterführenden Verarbeitung in die Datenbank.
Desweiteren beraten unsere zertifizierten Consultants unsere Kunden (in erster Linie ISPs) bei Design, Infrastruktur und Implementierung ihrer Datenbank-Lösungen.

